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WIE WÄHLE ICH DIE RICHTIGE SKISCHUHGRÖSSE?

Der Skischuh ist einer der wichtigsten Bestandteile der gesamten Skiausrüstung und sollte daher sorgfältig ausgewählt werden. Durch die vielen verschiedenen Modelle und Anwendungsgebiete kann man allerdings schnell den Überblick verlieren. Hier findest du alles wissenswerte über Skischuhe und Tipps für die Auswahl des passenden Modells.

Wichtige Begriffe

Leistenbreite

Der Leisten ist prinzipiell ein Modell eines Fußes, um das herum der (Ski-)Schuh aufgebaut wird und ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich und ein streng gehütetes Geheimnis. Hierdurch lässt sich auch erklären, warum „manche Hersteller auf manche Füße einfach nicht passen“. Durch Weiterentwicklungen der Hersteller bei den Innenschuhen und Schalmaterialien lassen sich Skischuhe mittlerweile aber auf fast jeden Fuß anpassen und auch ein Hallux Valgus stellt kein unlösbares Problem mehr dar. Die Leistenbreite bezieht sich vor allem auf die Breite des Vorderfußes, wodurch sich aber auch generell die Passform des Schuhs ändert. Die Leistenbreiten rangieren von 92mm in den Weltcupschuhen der TopathletInnen bis hin zu 106mm Breite für den entspannten und eher gemütlichen Fahrer oder einfach sehr breite Füße. Die Leistenbreite stellt ein wichtiges Auswahlkriterium für die Skischuhe dar. Lass‘ dir daher am besten von jemandem beim Messen der breitesten Stelle deines Vorderfußes helfen. Du solltest hierfür barfuß und aufrecht stehen.

Flex-Index

Die verschiedenen Hersteller geben bei fast jedem Skischuhmodell eine Flex-Index-Zahl mit an, die die Härte des Schuhs angibt. Beispielsweise besitzt ein Nordica Dobermann GP 120 einen Flex von 120 und gehört damit zu den sehr festen und stabilen Schuhen. Das große Problem bei bei diesem Kennwert ist, dass es derzeit kein festgelegtes/normiertes Prüfverfahren gibt, um die Hersteller untereinander vergleichbar zu machen. Das bedeutet, dass ein Schuh von Hersteller A mit Flex 100 deutlich härter sein kann, als ein Schuh von Hersteller B mit dem gleichen Flex-Index. Noch größer werden die Schwankungen zwischen verschiedenen Schuhkategorien wie Pistenschuhe und Tourenskischuhe. Als Richtgröße kann der Flex jedoch sehr gut herangezogen werden und zur Orientierung beim Skischuhkauf verwendet werden. Prinzipiell gilt die Regel, je sportlicher und aggresiver man fährt, desto härter darf der Schuh sein, da der Schuh das entscheidende Bindeglied zwischen Sportler und Ski ist. Je niedriger der Flex-Wert, desto angenehmer und bequemer werden die Schuhe, allerdings mit Abstrichen in der Abfahrtsperformance.

Skifahrer Typ 1: Anfängern mit einer langsamen, vorsichtigen Fahrweise empfehlen wir einen Skischuh mit einem Flex-Index zwischen 60 und 100, der Komfort für den ganzen Skitag bietet.

Skifahrertyp 2: Fortgeschrittenen Skifahrern mit einer schnelleren und geübteren Fahrweise empfehlen wir Skischuhe mit einem Flex-Index zwischen 90 und 130. Skifahrer mit diesem Fahrkönnen sollten für sich selbst entscheiden wie weich und komfortabel oder fest und stabil der Schuh sein soll.

Skifahrertyp 3: Den besten und geübtesten Skifahrern empfehlen wir auf jeden Fall Schuhe mit einem Flex-Index >100, da hier eine optimale Kraftübertragung und damit die gewünschte maximale Kontrolle über den Ski gewährleistet ist.

Frauenmodelle sind in der Regel aufgrund des geringeren Körpergewichts oft weicher aufgebaut und besitzen niedrigere Flexwerte wie die vergleichbaren Herrenmodelle. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel...

WTR-Sohlen/Gripwalk-Sohlen

Diese beiden Varianten stellen den neuen Standard für Alpin-Sohlen dar. Bei beiden neuen Systemen ist die Sohle leicht abgerundet und einer Anti-Rutsch-Sohle versehen, damit man besser damit gehen und im Fall von Freerideschuhe notfalls auch klettern kann. Zu beachten ist hierbei, dass die Bindung unbedingt mit dem Schuh kompatibel sein muss, da es sonst nicht zu korrekten Sicherheitsauslösung kommen kann. In den kommenden Jahren werden sich diese Systeme je nach Hersteller am Endverbrauchermarkt etablieren und können auf jeden Fall als Investion in die Skizukunft angesehen werden.

Pistenskischuhe

Der Schuh der Wahl, für alle, die am liebsten im Skigebiet unterwegs sind und auf präparierten Pisten und/oder ein wenig abseits unterwegs sind. Die Skischuhe dieser Kategorie haben in der Regel vier Schnallen und die Sohle ist nach der ISO-Norm 11088 spezifiziert und funktioniert mit kompatiblen („klassischen“) Skibindungen, wie sie z.B. bei vielen Pistenski standardmäßig mitgeliefert oder auch im Verleih verwendet werden. Die Kombination dieser Schuhe mit den entsprechenden Bindungen garantiert nach einer Überprüfung auf einer Prüfmaschine die normgerechte Auslösung der Bindung im Sturzfall zur Verletzungsvorbeugung. In der Regel geben die Hersteller eine Zahl in der Artikelbezeichung mit an, z.B. Atomic Hawx Prime 120. Je höher diese Zahl ist, desto härter und stabiler ist der Schuh (siehe auch Flex-Index). Standardmäßig wird bei Pistenschuhen Polyurethan als Werkstoff verwendet, der gut verformbar und auf die Fußform anpassbar, dadurch allerdings auch temperaturabhängiger ist. Nachteilig bemekerbar macht sich das vor allem bei warmen Frühjahrsskitagen, bei denen Schuh spürbar weicher ist. Die Schuhe dieser Kategorie sind oft auf Komfort und Wärme getrimmt, damit man den ganzen Tag (auch beim Apres-Ski...) Spaß hat.

Tourenskischuhe

Aufstieg oder Abfahrt? Diese Entscheidung muss man bei Tourenskischuhen mittlerweile nur noch bedingt treffen, da die Hersteller durch neue Materialien und neue Technologien verhältnismäßig sehr leichte Skischuhe mit der vollen Funktionalität eines klassischen Tourenskischuhs bauen können. Prinzipiell ist einen Tourenskischuh zum Aufsteigen im alpinen Gelände gedacht (Earn Your Turn!) und bietet durch einen Verriegelungsmechanismus die Möglichkeit die Schaftbeweglichkeit bei manchen Modellen bis über 70° zu erweitern. Die Schuhe lassen sich dadurch fast wie Wanderschuhe gehen, bieten aber dank sehr massiv ausgeführten Verriegelungsmechanismen trotzdem eine super Abfahrtsperformance. Zu beachten ist bei Tourenskischuhen, dass diese nur mit Tourenbindungen und teilweise Freeridebindungen kompatibel sind, d.h. normale Pistenski können hiermit nicht verwendet werden. Mittlerweile besitzt jeder moderne Tourenskischuh edie Möglichkeit mit Pinbindungen verwendet zu werden. Wir unterscheiden generell zwischen drei verschiedenen Kategorien bei Tourenskischuhen:

Sehr aufstiegsorientierte Modelle mit Schwächen in der Abfahrt 

 

+ Größte Schaftbeweglichkeit

+ Extrem geringes Gewicht

+ gut zum Klettern/Skitragen geeignet

- Weicher Flex

- dünne Materialien (kalt, höherer Verschleiß)

Allroundmodelle, die für einen Großteil deiner Unternehmungen am Berg geeignet sind

+ komfortabel

+ robust

+ vielseitig einsetzbar

- Gewicht

 

+ beste Abfahrtsperfomance

+ vielseitig einsetzbar

- meist geringere Bewegungsfreiheit

- oft hohes Gewicht

Das ist eine generelle Einteilung und natürlich bestätigen wie immer Ausnahmen und diverse Topmodelle von verschiedenen Herstellern die Regel.

Freerideschuhe

Die Kategorie Freerideschuhe verschmilzt zunehmends mit den Tourenskischuhen, da mittlerweile fast jeder hochwertige Freerideschuh zumindest eine rudimentäre Gehfunktion aufweist, um die letzten Höhenmeter vom Lift aus noch komfortabel gehen zu können. Generell sind Freerideschuhe sehr stabile Schuhe mit einem meist hohen Flex-Index, die meist mit breiteren Ski und mit höheren Geschwindigkeiten gefahren werden. Einige Modelle bieten die Möglichkeit die Sohlen auszutauschen wodurch sich der Schuh mit normalen Pistenbindungen ebenso wie mit Freeride- oder Pinbindungen verwenden lässt. Die Entwicklungen hin zu WTR-/Gripwalk-Sohlen dürfte dieses System in den kommenden Jahren wahrscheinlich überholen. Der Übergang vom Freerideschuh zum Pistenskischuhen ist fließend und für den Laien oft schwer erkennbar.

Passform und Größenauswahl

Prinzipiell gibt es zwei wichtige Messwerte für die richtige Auswahl des passenden Skischuhs – die Leistenbreite und die Länge. Alle Skischuhe werden im sog. Mondopint-Größen-System angegeben. Die Mondopoint-Größe ist die Fußlänge in Zentimeter. Am besten findest du beide Kennwerte heraus, wenn du dich auf ein weißes Blatt Papier stellst und jemand, während du aufrecht stehst, die Konturen deiner Füße nachzeichnet. Im Anschluss misst du von der Spitze des großen Zehs bis zur Ferse, um die Länge und zusätzlich die bereiteste Stelle des Vorderfußes, um deine benötigte Leistenbreite herauszufinden.

Breite:

Vor allem durch die Leistenbreite können schon einige Modelle ausgeschlossen werden, da der Schuh weder deutlich zu breit, noch deutlich zu schmal sein sollte. Bei einem zu breiten Schuh sucht der Fuß halt im zu großen Schuh und fängt dadurch unter Umständen zu krampfen an. Bei einem zu schmalen Schuh wird der Fuß komprimiert und eventuell sogar die Durchblutung beeinträchtigt. Große Ausnahme stellen hier sehr abfahrtorientierte Schuhe dar, bei denen eine gewissen unbequeme Passform zu Gunsten der Abfahrtsperformance und Kraftübertragung in Kauf genommen wird. „Ein guter Schuh muss drücken“ stimmt allerdings längst nicht mehr ;-)!

Länge:

Die gemessene Fußlänge stellt den Ausgangspunkt für die passende Mondopointgröße dar. Wenn man den Schuh eher eng und abfahrtsorientiert haben möchte, sollte man die Größe wählen, die der Fußlänge am nächsten ist. Wenn man den Schuh komfortabler haben möchte kann man den neuen Skischuh generell eine halbe bis ganze Nummer größere wählen. Tendenziell raten wir aber dazu, den Schuh eng zu nehmen, da hierdurch die Kraftübertragung und die Performance verbessert wird. Wenn der Schuh geliefert wurde, solltest du den Skischuh eher am Nachmittag mit den verwendeten Socken (eventuell auch unterschiedliche Stärken) probieren. Gib deinem Fuß ruhig 5 Minuten Zeit sich an den engen Schuh zu gewöhnen und mach die Schnallen nicht gleich super eng zu. Schließe dann die Schnallen gleichmäßig und beachte die möglichen Feineinstellungen wie verdrehbare oder versetzbare Schnallen. Wenn du jetzt aufrecht stehst und die Knie durchdrückst, solltest du an deinen Zehen den Skischuh leicht spüren, da du sobald du in die Knie gehst ein Stück nach hinten rutschst und die Zehen dann Platz haben sollten. Lass‘ den Schuh ruhig eine halbe Stunde an, damit der Innenschuh aufgewärmt wird und sich besser an deinen Fuß anpasst und sich vor allem auch der Fuß an die ungewohnte Enge gewöhnt.

Wenn du jetzt immer noch zufrieden bist, steht deinem ersten Skitag nichts im Weg! Viel Spaß!

PS: Kleine Druckstellen an Knöchel oder Rist können von unserem fachkundigen Personal in unseren Shops in der Regel korrigiert werden!

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